Etappen und Ziele

Bei individuell gestalteten Radreisen müssen die Tagesetappen geplant werden: Wo liegt der Startpunkt, was ist das Ziel, wie lang ist die Strecke, was sind die Zwischenziele und wo kann man übernachten?

Wer bescheiden anfängt und sich nicht überfordert, schwingt sich auch am zweiten und dritten Tag noch gerne in den Sattel. Wer mit mehreren Leuten verreist, sollte zusammen planen, um alle Anforderungen und Wünsche zu kennen. Legen Reisepartner*innen gemeinsam fest, wohin die Etappen führen sollen, wie lang und wie anspruchsvoll sie werden dürfen und wie schnell gefahren wird, beugt das langen Diskussionen während der Touren vor.

Besonderheiten des Reiseziels und Reservierung

Bei den Reisezeiten sollten die Ziele und alle damit verbundenen Umstände zusammenpassen – vom Wetter über die Streckenbeschaffenheit bis zum Terrain und der Jahreszeit. Menschen mit Allergien sollten Pflanzen und ihre Pollen im Blick haben, aber auch andere Zeit- und Klimazonen spielen bei der Planung eine Rolle. Bedenkenswert sind auch mögliche regionale Besonderheiten vor Ort, da sie Einfluss auf die Ausrüstung haben können. Die entsprechenden Tourismusinformationen und Fremdenverkehrsämter bieten per Internet und Telefon Hilfe und Infos an. Je länger die Reise dauert, desto flexibler sollte man planen – vor allem zum Ende der Reise hin. Nicht alles kommt so, wie man es sich wünscht. Für die Reise notwendige Zug- oder Schiffstransfers sollten fest eingeplant sein, ebenso Etappenziele. Zu ihnen sollte man mögliche Alternativen kennen.. Wer nicht direkt vor der Haustür startet,  muss den Fahrradtransport organisieren und Bahn- oder Busreservierungen haben. Früh reservieren lohnt sich oft auch finanziell und schont die Nerven. Wer sich für den Pkw entscheidet, sollte ausprobieren, ob wirklich alle Räder, das Gepäck und Mitfahrende hineinpassen. Wenn möglich, sollte die Radreise nicht zu Ferienbeginn oder –ende starten.

Unterkünfte buchen

Unterkünfte im Voraus buchen oder nicht? Beides hat Vor- und Nachteile. Perfektionist*innen buchen vorher. Kommt aber etwas dazwischen, wird ein spontanes Umdisponieren schwierig, vor allem können Kosten anfallen, wenn reservierte Zimmer abgesagt werden müssen. Wer nicht bucht, riskiert nerviges Suchen nach einem Schlafplatz. Ein Kompromiss: Die erste und die letzte Übernachtung buchen. In Regionen mit wenigen Übernachtungsangeboten bietet sich eine vorherige Reservierung auf jeden Fall an.

Reiseführer und Apps

Reiseführer bringen Vorfreude beim Planen und mehr Spaß auf der Tour. Schleppen Sie aber keine Wälzer mit auf Tour, Kopien oder Fotografien der betreffenden Seiten im Smartphone reichen auch.  Wer ein Smartphone dabei hat, kann vieles auch online nachschauen und Apps nutzen.

Flexibel im Programm

Am besten plant man etwas Zeit für spontane Pausen ein, für einen Abstecher hier und eine Routenvariante dort. Eine Fahrradtour soll schließlich Spaß und Entspannung bieten – und lebt von Überraschungen. Besichtigungen so planen, dass sie wirklich eine willkommene Abwechslung sind. Wer flexibel ist, fährt entspannter: Wenn das Programm nicht zu dicht ist, kann einen selbst ein Regenschauer nicht aus der Ruhe bringen.


Bilderquellen v.o.n.u.: www.ortlieb.de_pd-f; www.pd-f.de_Maximilian Semsch

 

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