Radurlaub mit Kindern

Bewegung an der frischen Luft, Ausflüge in die Natur, Land und Leute kennenlernen – wer im Urlaub etwas erleben will, steigt aufs Rad. Das geht auch mit Kindern. Immer mehr kinderfreundliche Radangebote bieten Abwechslung, Abenteuer und Spaß für die ganze Familie. Der ADFC stellt kinderfreundliche Touren vor und gibt Tipps, worauf man bei der Planung von Radurlaub mit Kindern achten sollte. Für die optimale Vorbereitung gibt es die praktische ADFC-Packliste für den Radurlaub mit Kindern.

ADFC-RadReiseRegionen: Bequeme Tagestouren planen

Für den Radurlaub mit Kindern bieten sich die sechs ADFC-RadReiseRegionen an. Das Qualitätssiegel zeichnet besonders fahrradfreundliche Regionen aus. Vorteil: Tagestouren können hier von einer festen Unterkunft aus geplant werden – so muss das Reisegepäck nicht immer mitfahren. Das radtouristische Angebot ist in allen ADFC-RadReiseRegionen gut, einige haben auch speziell auf Kinder zugeschnittene Radangebote wie zum Beispiel die Heideregion Uelzen oder die Region Chiemsee-Chiemgau.

ADFC-Qualitätsradrouten: Gute Wege durch schöne Natur

Auch einige der insgesamt 48 ADFC-Qualitätsradrouten sind kinderfreundlich. Im Radreiseportal des ADFC können Eltern gezielt Eigenschaften auswählen und etwa nach Strecken suchen, die „mit Kindern gut zu befahren“ sind, die auf „überwiegend ebenem Gelände“ verlaufen oder die „überwiegend anhängertauglich“ sind. Dazu gehören zum Beispiel die Vennbahn, der Diemelradweg oder das Liebliche Taubertal.

Tipps: Gemeinsam planen, Zwischenstopps machen, Routenlänge anpassen

Wer Touren mit Kindern macht, sollte verkehrsarme Routen und reine Fahrradwege mit wenig Steigung wählen und regelmäßige Zwischenstopps an Badesee, Spielplatz oder Eisdiele einplanen. Anschluss an öffentliche Verkehrsmittel kann einen stressfreien Rückweg ermöglichen, wenn die Stimmung kippt oder die Kraftreserven aufgebraucht sind. Gemeinsames Planen fördert die Motivation und den Spaß an der Tour.
 
Die Routenlänge hängt von Alter und Fähigkeiten der Kinder ab. Erwachsene sollten weder die Kinder noch sich selbst überschätzen und im Zweifel lieber kürzere Touren planen. Wenn Kleinkinder im Kindersitz, Lastenrad oder Anhänger mitfahren, bestimmt vor allem die Kondition der Eltern die Streckenlänge. Vier- bis Neunjährige können Touren von 10 bis 15 Kilometern fahren, Zehn- bis Dreizehnjährige schaffen bis zu 30 Kilometer pro Tag, mit Teenagern sind auch längere Strecken möglich. Wichtig sind kleine Erfolgserlebnisse: Wenn Kinder erste kurze Strecken mit Spaß meistern, motiviert sie das für längere Touren im Anschluss.

Bilderquellen: Tourismus NRW e. V.